Die Geschichte Chinas

China ist eine der ältesten Zivilisationen der Welt, die auf mehrere Dynastien chinesischer Kaiser zurückblickt. Die älteste bekannte Dynastie war die Xia-Dynastie vor etwa 4000 Jahren. Noch zu Herrschaftszeiten der Xia.Dynastie soll das Volk der Hunnen entstanden sein. Zwischen 1570 und 1066 v. Chr. übernahm dann die Shang-Dynastie, auch Yin genannt. Aus dieser Zeit stammen erste chinesische Schriftstücke und Münzen. Danach folgte die Zhou-Dynastie, neben der sich andere Königreiche entwickelten. In dieser Blütezeit der chinesischen Philosophie, schlossen sich die kleinen Königreiche zusammen und bildeten schließlich nur noch sieben Königreiche.

Eines dieser sieben Reiche war die Qin-Dynastie, die von 221-207 v. Chr. existierte. Kaiser Qin Shihuangdi vereinte die Königreiche durch Feldzüge unter seiner Herrschaft und ließ die Chinesische Mauer errichten. Nach seinem Tod kam es zur Gründung der Han-Dynastie, welche den Konfuzianismus zur Staatsphilosophie erhoben und das Staatsgebiet zu relativem Wohlstand führte. Doch der letzte Han-Kaiser wurde abgesetzt und das Land erneut geteilt: Die Zeit der drei Reiche brach an. Diese Epoche ist in der chinesischen Geschichte von Bedeutung, da sie häufig in Literatur und Theater thematisiert wurde.

Danach brach eine Zeit an, in der die herrschenden Dynastien sich in abwechselten, ein Herausforderer setzte den König ab und sich selbst auf den Thron. Bis er selbst wiederum abgesetzt wurde. Diese unruhige Zeit endete erst 960 nach Christus vorläufig, mit der Entstehung der Song-Dynastie. Unter der Herrschaft des Kaisers konnte der Großteil des Landes wiedervereinigt werden. Im Süden des Landes wurde der Reisanbau eingeführt und die Exportartikel Seide und Porzellan brachten dem Land Wohlstand. Die Bevölkerung verdoppelte sich in der Folge von 50 auf 100 Millionen Menschen und der allgemeine Lebensstandard wuchs an. Der mongolische Herrscher Kublai Khan setzte 1279 den Song-Kaiser ab und begründete die Yuan-Dynastie.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts stürzte der Aufstand der roten Turbane die Herrschaft des mongolischen Kaisers Khan und begründete so die Ming-Dynastie. Die roten Turbane waren buddhistische Bauern, die gegen Zwangsarbeitsmaßnahmen und andere Schikanen des fremden Herrschers protestierten. Die Ming-Dynastie brachte dem Land wieder Wohlstand und förderte die Künste, große Städte, wie Peking (Beijing) und Nanking (Nanjing) entstanden. Die große Mauer wurde nun ausgebaut, um das chinesische Volk vor erneuten Angriffen der Mongolen zu schützen.

Die Kaiser der Ming-Dynastie errichteten einen Überwachungsstaat, unter dem vor allem die Landbevölkerung litt. Der letzte Ming-Kaiser bemühte sich, der Bevölkerung zu helfen, doch es war bereits zu spät. Es kam zu einem Aufstand und die Mandschu (ethnische Minderheit aus der Mandschurei) gründeten 1644 die letzte chinesische Dynastie: Die Quing-Dynastie.

Die Quing-Dynastie vereinte unter sich das gesamte Gebiet der Ming-Dynastie sowie Xinjang, Tibet und die Mongolei. Sie existierte bis in das 20. Jahrhundert hinein, genauer gesagt bis 1911. Die Bevölkerung wuchs in dieser Zeit auf 300 Millionen an. Auch wirtschaftlich und kulturell erlebte das Land einen Aufschwung. 1912 wurde schließlich die Republik China ausgerufen, die sich 1917 in den Ersten Weltkrieg einmischte. Die Beteiligung Chinas am Krieg erfolgte, weil die Chinesen sich den Beistand der Alliierten gegenüber den Japanern erhofften.

Nach dem zweiten Weltkrieg kam es schließlich zur Gründung der Volksrepublik China unter Mao Zedong. Der "Große Sprung nach vorn" war eine politische Initiative von Mao Zedong, um die industrielle Lage der Nation zu verbessern. Doch er erwies sich als Katastrophe, denn der "Große Sprung nach vorn" mündete in einer großen Hungersnot bei der Millionen von Menschen starben. Danach versuchte der Herrscher durch die Kulturrevolution seinen Status wiederherzustellen, das hatte zur Folge, dass Menschen eingesperrt und umgebracht wurden.

Nach dem Tod Mao Zedongs 1976 begann die wirtschaftliche Modernisierung des Landes, die bis heute andauert und mit der eine massive Umweltverschmutzung einhergeht. Der "große Vorsitzende" Mao wird von vielen Chinesen trotz seiner zahlreichen Verbrechen als Held verehrt und die Gesellschaft ist immer noch in Arm und Reich gespalten.

Abitur-Ausland.de


Länderübersicht