Politik in China

Obwohl sich China als moderner weltoffener Staat versteht, dürfen Austauschschüler nicht vergessen, dass das Land ein Einparteiensystem hat, das aus der kommunistischen Partei besteht und keine Opposition zulässt. Zensur im Internet ist ein großes Problem in der Volksrepublik, denn regimekritisches Gedankengut darf nicht verbreitet werden. Außerdem werden in keinem Land so viele Hinrichtungen vollzogen wie in China, unter anderem auch bei relativ "harmlosen" Delikten wie Bestechung oder Steuerhinterziehung. Die drei Prinzipien des Volkes lauten: Nationalismus, Demokratie und Staats-Sozialismus. Das bedeutet, dass China ein sozialistischer Staat ist, während Hongkong, Taiwan und Macao kapitalistisch regiert werden. Die Regierungspartei ist die Kommunistische Partei Chinas, unter dem Vorsitz von Hu Jintao.

Das chinesische Festland befindet sich seit dem Ende des chinesischen Bürgerkriegs 1950 in häufigen Konflikten mit Staaten wie Tibet und Taiwan. Die Volksrepublik China betrachtet diese Regionen als abtrünnige Provinzen, die der chinesischen Herrschaft unterstehen. Tibet und Taiwan möchten jedoch die Anerkennung als eigenständige und unabhängige Staatsgebiete erhalten. Trotz der Entwicklung Chinas zu einer Weltmacht ist die politische Situation angespannt, denn Nachrichten über politische Ereignisse unterliegen häufig einer staatlichen Zensur. Aus diesem Grund ist es auch nicht immer leicht, im Ausland unabhängige Informationen über die reale Situation im Land zu bekommen.

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