Die meisten Einwohner Chinas gehören zur Gruppe der Han-Chinesen, doch es gibt viele verschiedene ethnische Minderheiten wie zum Beispiel Mongolen, Kasachen, Zhuang, Miao oder Tibeter. Offiziell ist China ein laizistischer Staat, das heißt, dass Religion und Politik strikt voneinander getrennt sind, trotzdem gibt es viele Religionen, die im täglichen Leben präsent sind.
Die meisten Chinesen sind Buddhisten, es gibt aber auch einige Muslime und Protestanten. Die Religion wird von der Regierung anerkannt, so lange sie sich nicht gegen das Regime richtet. Der Buddhismus ist die viertgrößte Religion der Erde mit bis zu 500 Millionen Anhängern weltweit. Das Ziel des Buddhismus ist es einen Zustand der vollkommenen Ausgeglichenheit und das Verständnis der Welt zu erlangen, das Nirvana (Erwachen/Erleuchtung). Der Lebenszyklus eines Buddhisten besteht aus Leben, Tod und Wiedergeburt - durch Meditation kann der Buddhist aber aus diesem Kreislauf heraustreten. Buddha selbst wird nicht als Gott angesehen, sondern als Lehrer, der seinen Anhängern den Weg zum Nirvana zeigen kann. Das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus ist der Dalai Lama, ein Erleuchteter, der sich entschlossen hat, als Mensch auf die Erde zurückzukehren und seine Weisheit zu teilen. Der Buddhismus basiert auf den vier Wahrheiten, die in etwa besagen, dass das Leben voller Leid ist und zur Erleuchtung nur der achtfache Pfad führt - die Anleitung zur Erlösung nach der buddhistischen Lehre.
