Das Schulsystem in China

Das Schulsystem in China beginnt wie bei uns mit dem Kindergarten, den die meisten Kinder ab drei Jahren besuchen. Mit sechs oder sieben Jahren kommen die Chinesen dann in die Grundschule. In China besteht wie bei uns eine neunjährige Schulpflicht, diese wurde allerdings erst 1986 eingeführt. Nach der sechsjährigen Ausbildung in der Grundschule besuchen alle Kinder drei Jahre lang die Mittelschule.

Danach wird das Schulsystem zweigliedrig. Die Noten entscheiden, ob die Schüler entweder in die Oberstufe der Mittelschule aufsteigen oder auf eine Berufsmittel- oder Fachschule wechseln. Die Schüler der Oberstufe können nach drei weiteren Jahren auf eine Universität gehen, vorausgesetzt sie bestehen die anspruchsvolle, landesweite Einheitsprüfung. Diese Prüfung nimmt einen hohen Stellewert in der chinesischen Gesellschaft ein, wer hier gut abschneidet, kann an einer der besten Universitäten des Landes studieren und hat meist finanziell ausgesorgt. Insgesamt ist das chinesische Schulsystem sehr stark auf Leistung ausgerichtet. Die Schultage sind deutlich länger als bei uns und abends und in den Ferien wird ebenfalls viel gelernt. Viel Zeit für Freizeitaktivitäten bleibt chinesischen Schülern also nicht. Da die meisten Chinesen Einzelkinder sind, lastet ein zusätzlicher Erfolgsdruck auf ihnen.

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