Der Numerus Clausus zählt in Frankreich lange nicht so viel wie bei uns, da es an französischen Universitäten keine Zulassungsbeschränkungen gibt. Nichtsdestotrotz wird das Bac, wie alle anderen Prüfungen auch, benotet, wobei sich das französische Benotungssystem von unseren deutschen Noten unterscheidet.
Die Schüler können 0 bis 20 Punkte erreichen, wobei sie mit 10 Punkten bestanden haben und 20 die beste Note darstellt. Auf dem "Abitur"-Zeugnis gibt es dann letztlich einen Vermerk ("Mention"), der Auskunft über die Durchschnittsnote gibt sowie darüber, wie gut das Bac absolviert wurde.
[Passable: 10-12 - wird nicht vermerkt]
Assez bien (recht gut/befriedigend): 12-14
Bien (gut): 14-16
Très bien (sehr gut) : 16-20
Im Gegensatz zum deutschen Abitur ist das Baccalauréat weitestgehend anonym gehalten. Kein Name ist auf den Arbeiten vermerkt, vielmehr wird jedem Schüler eine Nummer zugeteilt. Bei den Prüfungen, auch bei den mündlichen, ist den Schülern der Prüfer nicht bekannt, da dieser zumeist aus einer anderen Stadt in der Nähe kommt. Bei einem sehr knappen Nicht-Bestehen gibt es die Möglichkeit, eine mündliche Nachprüfung in einem Fach der eigenen Wahl abzulegen.
