Die Diversité Culturelle ist die Vereinigung Frankreichs, die zur landesweiten Pflege und zum Erhalt des reichen materiellen Erbes des Staates dient. Um dieses Verständnis zu fördern, werden staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen sollen, wirksam vermarktet. Besonders durch die Sprache setzt Frankreich sich selbst, durch Eigenheiten der Kultur, vom Rest seiner europäischen Partner ab. Jährlich sind im Kalender feste Feiertage verankert, die an kulturelle Veranstaltungen anschließen, wie zum Beispiel der Tag des nationalen Erbes der Musik. Kultur spielt in Frankreich eine sehr große Rolle. Nicht nur für den Rest der Welt, besonders für die Franzosen selbst.
Frankreich hat eine vielfältige und lebendige Musikkultur. Neben den berühmten Vertretern des Chanson, wie Edith Piaf, gibt es auch zahlreiche bekannte Vertreter in modernen Musikrichtungen, wie beispielsweise Daft Punk.
Die Bibliotheken sind weitgehend Mediatheken und verzeichnen in den vergangenen 15 Jahren verdoppelte Nutzerzahlen. Mehr als 40 Prozent der Franzosen über 15 Jahren sind eingeschriebene Bibliotheksgänger und leihen zu 90 Prozent Bücher aus. Im Angebot sind meist auch CDs, DVDs und Internetnutzung.
Zudem gibt es in Frankreich viele interessante Museen zu entdecken. Der Louvre in Paris, der in einem ehemaligen französischen Königspalast beherbergt ist, verfügt über eine der wichtigsten Kunstsammlungen. Im weltweiten Vergleich können sich die Museen in Frankreich über die meisten Besucher freuen. Im Jahr 2008 zählten sie rund 52 Millionen Besucher.
Die staatlichen Museen Frankreichs bieten jungen Kulturinteressierten bis 26 Jahre einen besonderen Besuchsanreiz: Seit dem 4. April 2009 ist der Eintritt für alle Besucher dieser Altersgruppe kostenlos. Alle Jugendlichen aus der EU können diesen Vorteil für sich beanspruchen. Wer nicht in diese Kategorie fällt, hat ebenfalls die Möglichkeit, staatliche Museen gratis zu besuchen. Am ersten Sonntag jeden Monats sowie am französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli, an dem der Sturm auf die Bastille gefeiert wird, haben alle Kunstinteressierten freien Eintritt.
Die Umgangsformen in Frankreich unterscheiden sich stark von den deutschen. Und teils auch von sich selbst: Die Vorfahrt nehmen ist nicht weiter ein Delikt, jedoch Fremde duzen umso mehr. Der Bergüßungskuss, je nach Region zwei bis viermal, zählt auch für flüchtige Bekannte. Man schätzt Aufmerksamkeit und höfliche Distanz, jedoch zählt Flirten als Nationalsport der Franzosen. Der Mann lädt grundsätzlich zum Essen ein und Pardon ist das meist benutze Wort im Volksmund.
