Deutsche Schüler gehen im Normalfall über eine Vermittlungsagentur an eine Amerikanische High School. Diese vermittelt dann nicht nur die Schule und hilft bei der Beschaffung des Schülervisums, sondern sucht auch die Familie, in der die Deutschen leben werden. Für die Schüler ist eine Unterbringung in einer Gastfamilie ideal um die amerikanische Kultur kennenzulernen, denn so bekommt man nicht nur einen Eindruck vom amerikanischen Schulalltag, sondern auch vom Familienleben in den USA. Und auch die Gastfamilie kann von Gastschülern profitieren. Denn der Grund für das Angebot, einen ausländischen Jugendlichen für einige Monate in das eigene Haus aufzunehmen, liegt für die Amerikaner darin, neue Kulturen kennenzulernen und den Horizont zu erweitern.
Seine Präferenzen und Wünsche über die Gastfamilie kann man in der Regel in der Anmeldung bei der Vermittlungsagentur angeben. Denn diese möchten einen möglichst so vermitteln, dass man sich wohl fühlt. Dabei ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn man in einer Familie mit Migrationshintergrund wohnt, was wiederum einen interessanten kulturellen Austausch ermöglicht.
Die Gasteltern helfen dem neuen „Familienmitglied“ bei der Einbindung in das neue Leben. Sie sind dabei, wenn man die neue Umgebung erkundigt und bieten Unterstützung für die ersten Tage in der neuen Schule. Die Gastgeschwister bieten gleichzeitig die Möglichkeit erste Kontakte mit Gleichaltrigen zu knüpfen. Die Familie selbst bekommt man während der Woche meist nur morgens und abends zu Gesicht, da alle Familienmitglieder den Tag auch außer Haus verbringen.
Wohnt man bei der Gastfamilie, muss man sich um die Verpflegung keine Gedanken machen. Die Familie sorgt für das leibliche Wohl der Schüler. Allerdings beinhaltet das Leben in einer Gastfamlie auch einige Verpflichtungen. In einem amerikanischen Haushalt gibt es oft bestimmte Regelungen über die Verteilung der Aufgaben, wo auch die Gastschüler mit einbezogen werden. Die Vereinbarungen über das "Curfew", also die späteste Zeit zu der der Gastschüler zu Hause sein muss, sind oft strenger geregelt als in Deutschland. Alkoholkonsum ist in den Vereinigten Staaten erst ab einem Alter von 21 Jahren erlaubt.
In manchen Bundesstaaten ist es den deutschen Schülern auch erlaubt, den amerikanischen Führerschein zu machen, der dort bereits mit 16 Jahren ausgestellt werden kann und weitaus weniger kostet als in Deutschland. Jedoch ist das Fahren damit erst wieder in der deutschen Heimat erlaubt. Die Gastfamilie ist also gerade in ländlichen Gegenden oft die einzige Möglichkeit von A nach B zu gelangen, denn öffentliche Verkehrsmittel sind nicht weit verbreitet. Alles in allem bietet die Unterkunft in einer Gastfamilie die einfachste und sinnvollste Lösung für deutsche Schüler.
