Geschichte

Die USA sind ein sehr junges Land. Noch nicht einmal 250 Jahre alt, hat die kurze und meist tief greifende Geschichte Land und Leute sehr geprägt. Um daher den Standpunkt der USA heute zu verstehen, ist es sinnvoll sich die Historie kurz vor Augen zu führen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika entstanden zwar erst durch die Unabhängigkeitserklärung von 1776, doch ihre Geschichte reicht viele Jahre zurück. Die Besiedlung durch Nomaden und Jäger, die auch heute noch das Bild Amerikas prägen, datieren auf über 30.000 Jahre zurück. 1492 landete der italienische Seefahrer Christoph Columbus als erster Europäer in der „Neuen Welt“ – jedoch nicht auf dem Festland, sondern auf den Bahamas.

Die ersten Einwanderer aus Europa kamen zum Ende des 15. Jahrhunderts und gründeten gut hundert Jahre später, im Jahr 1607, die erste koloniale Siedlung in Jamestown, Virginia. So entstanden bis 1733 die13 Kolonien Nordamerikas, die späteren Gründerstaaten, denen die Streifen auf der amerikanischen Nationalflagge gewidmet sind.

Die Unzufriedenheit mit dem Mutterland und der Wunsch nach Souveränität führten zu immer mehr Unruhen in Amerika und Europa. Während der Amerikanischen Revolution mit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 und dem darauf folgenden Unabhängigkeitskrieg trennten sich die Kolonien offiziell von England und nannten sich erstmals die Vereinigten Staaten von Amerika.

Im darauf folgenden Jahrhundert erlangte die Sklaverei zunehmend Bedeutung für den Süden der USA und entwickelte sich schnell zur zentralen Frage der Nation. Während der Norden der Sklaverei kritisch gegenüberstand und ihre Abschaffung forderte, stellte sich der Süden geschlossen hinter die Institution. Die Begründung der wirtschaftlichen Rentabilität der Sklaverei scheiterte jedoch genau so wie der Versuch einer menschlichen Rechtfertigung des Menschenhandels. Die Fronten spitzten sich immer mehr zu, bis es im Jahr 1861 zum Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten kam. Der Krieg zeichnete das Ende der Sklaverei und stellte klar, dass das Land von nun her als einheitliches Ganzes fungieren müsse.

Es folgte ein zehrender Wiederaufbau im Süden, während sich die Bevölkerung immer weiter nach Westen ausbreitete. So entstanden bis heute die 50 Bundesstaaten, denen die 50 Sterne auf der Flagge gewidmet sind. Zur gleichen Zeit wandelte sich das Land von einer Agrar- zu einer Industrienation. Das Erdöl- und Stahlgeschäft wurde immer erfolgreicher und so entwickelten sich die USA zu der führenden Industrienation der Welt.

Im 20. Jahrhundert kämpften Frauen und Afro-Amerikaner um ihre Rechte, während das Land in zwei Weltkriegen involviert war. Die Unbeschwertheit der goldenen Zwanziger wurde von der Weltwirtschaftskrise 1929 erheblich lädiert. Die Bürgerrechtsbewegung und der Vietnamkrieg Mitte des Jahrhunderts prägten das Land nachhaltig. Fünf Jahre nach der Ermordung Kennedys landete der Amerikaner Neil Amstrong im Jahr 1969 als erster Mensch auf dem Mond.

Heute sind die USA die einzige verbliebene Weltmacht. Sowohl politisch als auch wirtschaftlich setzt sie die Maßstäbe und trifft die einflussreichsten Entscheidungen. Präsident George W. Bush ist der 43. Präsident der Vereinigten Staaten.

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