Wenn man ein Jahr in den USA verbringt, ist das eine hervorragende Gelegenheit, um die verschiedenen Facetten des Landes kennenzulernen. Faszinierende Landschaften gibt es überall - wie etwa in den Rocky Mountains im Westen der USA. Die insgesamt fast 5000 km lange Gebirgskette zieht sich durch die Bundesstaaten Montana, Idaho, Wyoming, Colorado und New Mexiko. Der höchste Berg ist der Mount Elber in Colorado mit einer Höhe von 4.401m. Das landschaftlich reizvolle Gebirge zieht jährlich Millionen von Touristen an, die dort wandern, campen, skifahren oder andere Bergsportarten betreiben. Außerdem sind die Rockies bekannt für ihre unberührte Natur. Neben Bären und Berglöwen ist auch das Wappentier der USA, der Weißkopfseeadler, dort heimisch und kann oft beim Fischen in Flüssen wie dem Colorado River beobachtet werden.
Die 450 km lange Schlucht im Bundesstaat Arizona wurde im Laufe von Millionen von Jahren vom Colorado River in die Erde gegraben und zählt heute zu einem Naturpark. Der bis zu 24 km-breite Canyon war vor der Besiedelung Amerikas von den Ureinwohnern bewohnt, wovon heute nur wenige Indianerreservate übrig sind. Heute ist der Grand Canyon die bekannteste Naturattraktion der Welt, die jedes Jahr über fünf Millionen Besucher anzieht. Um den Canyon erkunden zu können bietet sich eine Wanderung, aber auch ein Helikopterflug, an. Vor kurzer Zeit hat ein Indischer Stamm, der Hualapai Tribe, eine neue Touristenattraktion eröffnet. Der Grand Canyon Skywalk ist eine hufeisenförmige gläserne Übergangsbrücke auf einer Höhe von 1.200 m.
Key West ist eine Inselgruppe im Süden Floridas, von dessen südlichster Spitze man laut den Bewohnern bis nach Cuba sehen kann, dass von da nur noch 140 km entfernt ist. Die Inseln sind auf Grund ihrer hervorragenden klimatischen Lage ein beliebtes Touristenziel. Die Besucher erkunden die Gegend meist mit dem Boot, dem Fahrrad oder zu Fuß. Key West ist gleichzeitig auch der Name der Stadt auf einer der Inseln, die mit ihrer historischen Altstadt mit kleinen Läden und Cafés zum Verweilen einlädt.
Die Everglades in Florida sind ein tropisches Marschland im Süden des Bundesstaates und teilweise einem Nationalpark zugehörig. Der auch als 'Grasfluss' bezeichnete Park ist meist nur als reine Grasfläche zu erkennen, da das oft nur zentimetertiefe Wasser weitgehend mit Grün bedeckt ist. Ein Großteil der Everblades ging im Laufe der Jahre an die Landwirtschaft verloren, so dass nur ein Teil im Nationalpark sicher erhalten bleiben konnte. Die Erhaltung ist in sofern von Bedeutung, da aus dem Land Trinkwasser für die umliegenden Orte geschöpft wird. Der zum Weltnaturerbe gehörende Park ist mit seiner reichhaltigen Flora und Fauna eine beliebte Touristenattraktion. Am Bekanntesten sind die Everglades für das natürliche Lebensgebiet der Flamingos.
Das Death Valley ist ein Tal im US-Bundesstaat Kalifornien, dass 86 m unter dem Meeresspiegel liegt und zu einem Nationalpark gehört. Der im Tal liegende Ort Badwater ist der niedrigste Punkt Nordamerikas. Seinen Namen erhielt das Tal durch die klimatischen Umstände, die in der 7.800 km² großen Region herrschen. Durch die tiefe Lage des Tales und die umstehenden Berge strahlt die Erde dort eine enorme Hitze ab, die eine der höchsten Temperaturen weltweit erzeugt. Die höchste, aufgezeichnete Temperatur betrug 56,7 °C.
Das Mount Rushmore Nationaldenkmal in South Dakota repräsentiert 150 Jahre der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die in Granit gemeiselten18 m-hohen Skulpturen stellen die Köpfe der ehemaligen amerikanischen Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln dar. Die vom Nationalen Park Service überwachte Anlage ist insgesamt über 5km² groß und zieht jährlich etwa 2 Millionen Besucher an. Das im Jahre 1927 begonnene Projekt wurde ursprünglich in die Wege geleitet um den Tourismus in der Gegend zu steigern. Die Schnitzarbeit musste jedoch 1941 auf Grund eines Mangels an Geldmitteln eingestellt werden. In den 90er Jahren wurde das Denkmal zu einem Park ausgeweitet, der heute mit einem Museum und einem Besucherzentrum eine weltbekannten Attraktion ist.
Das im Süden des Bundesstaates Utah liegende Tal wird von einem alten Ureinwohnerstamm Amerikas, dem Navajo-Stamm, bewohnt und verwaltet. Das beliebteste Touristenziel ist bekannt für seinen roten Sandstein und wird auch als Schauplatz für Filme oder Werbungen genutzt. Es wird seither oft als der ursprüngliche Wilde Westen bezeichnet.
Touristen haben die Möglichkeit in traditionell gebauten Navajo-Reservaten zu übernachten. Im Tal werden geführte Touren angeboten. Obwohl das Tal von Landstraßen durchquert wird, ist es teilweise nur sehr schwer und teilweise überhaupt nicht auf Landkarten zu finden. Denn es werden in Karten oft nur offizielle Nationalparks eingezeichnet, zu denen Monument Valley auf Grund seiner Zugehörigkeit zu einem Indianerstamm nicht gehört.
Die im Osten Nordamerikas an der kanadisch-amerikanischen Grenze liegenden Wasserfälle sind bereits seit über einem Jahrhundert eines der beliebtesten Touristenziele der USA. Entstanden aus der Gletscherschmelze der letzten Eiszeit, fließen durchschnittlich 110.000 m³ Wasser pro Minute über die Klippen. Die Wasserfälle sind nicht nur bekannt für ihre Schönheit sondern auch für ihre Bedeutung als wertvolle Energieressourcen für die Staaten Ontario und New York. Die Niagarafälle zählen zu den natürlichen Weltwundern der Erde.
